Emil Maier


 

* 22.11.1925

 

Emil Maier war in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg der treffsicherste Offenbacher Stürmer. In der damals höchsten Spielklasse, der Oberliga Süd, erzielte er zwischen 1945 und 1952 in 113 Spielen 63 Tore. Dazu kommen noch sechs Einsätze und drei Treffer in den Endrunden um die Deutsche Meisterschaft.

 

In der ersten Oberligasaison belegte Maier mit den Kickers den 12. Platz. Nachdem Paul Oßwald im Sommer 1946 das Traineramt übernahm, verbesserte sich der OFC auf Rang 5. Zur Saison 1947/48 ging Maier zu seinem Stammverein Germania Fulda zurück, kehrte aber nur ein Jahr später wieder nach Offenbach zurück.

 

Maier gehörte zur „Wunderelf vom Bieberer Berg“, die in der Saison 1948/49 zu Hause ungeschlagen blieb und mit elf Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten VfR Mannheim Süddeutscher Meister wurde. Mit 19 Treffern holte sich der Mittelstürmer in jener Saison auch gemeinsam mit Georg Herbold (Waldhof Mannheim) und Otto Thanner (TSV 1860 München) den Titel des Torschützenkönigs der Oberliga Süd. Im Halbfinale der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft scheiterte der OFC jedoch ausgerechnet am VfR Mannheim, der sich dann im Endspiel gegen Borussia Dortmund die Meisterschale sicherte. Im Spiel um Platz 3 mussten sich die Kickers dann auch dem 1.FC Kaiserslautern (1:2 n. V.) geschlagen geben.

 

In der Folgesaison reichte dem OFC der 3. Platz zur abermaligen Qualifikation für die Endrunde. Nach Siegen gegen Tennis Borussia Berlin, den Hamburger SV (3:2 nach 0:2-Rückstand) und Preußen Dellbrück erreichte man diesmal das Endspiel, in dem Maier allerdings verletzungsbedingt fehlte. Vor 95.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion lagen die Kickers gegen den VfB Stuttgart schnell mit zwei Toren im Rückstand. Horst Buhtz konnte kurz nach der Pause nur noch verkürzen.

 

In der Saison 1951/52 wurde Maier von Neuzugang Helmut Preisendörfer verdrängt, der gleich in seiner ersten Saison 26 Tore erzielte, und kam daher nur noch siebenmal zum Einsatz. Im Anschluss daran wechselte Maier zu Holstein Kiel. Dank seiner 21 Treffer wurden die Störche hinter dem Hamburger SV, aber vor Werder Bremen Vize-Meister der Oberliga Nord. Damit zog Kiel in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft ein, wo man allerdings in einer Gruppe mit dem 1.FC Kaiserslautern, Eintracht Frankfurt und dem 1.FC Köln chancenlos war. In den beiden folgenden Jahren kam Maier mit dem KSV nicht mehr über Platzierungen im Mittelfeld hinaus. Für die Störche schoss er in drei Jahren in 88 Ligaspielen 46 Tore.

 

Nach seinem Karriereende trainierte Maier zunächst den FC Kilia Kiel. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt Fulda übernahm er das Traineramt beim SV Hofbieber.