Kolumne


Februar 2004


 

Winterschlussverkauf

Die Gründe warum Vereine in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden sind vielschichtig. Sei es um Schwachstellen im Team zu beseitigen, die verfehlte Einkaufspolitik des Sommers zu korrigieren oder um nicht mehr benötigte Bankdrücker von der Gehaltsliste streichen zu können. Manche Clubs sehen sich gezwungen auf Verletzungen zu reagieren oder müssen aufgrund finanzieller Engpässe Leistungsträger verkaufen.

Alle diese Gründe spielten natürlich auch beim OFC schon eine Rolle. Natürlich kam es dabei immer darauf an, in welcher sportlichen bzw. finanziellen Situation man sich gerade befand. Diese Kolumne beleuchtet die Offenbacher Transaktionen der letzten 10 Jahre und beschreibt detailliert was sich in dieser Winterpause am Bieberer Berg getan hat.

1994/95

In der ersten Saison der neugegründeten Regionalliga Süd steckte der OFC bereits zur Winterpause mitten im Abstiegskampf. Der damalige Trainer Valentin Herr holte die Jungspunde Marc Ritschel und Erdal Yildiz auf den Bieberer Berg- beide floppten. Die angedachte Verpflichtung des Waldhofbuben Gustav Policella scheiterte am Veto der Mannheimer. Mit Rückkehrer David Behlil (Hessen Kassel) bekam Herr dann doch noch einen neuen Stürmer, der jedoch genauso unglücklich agieren sollte wie Goran Aleksic, den die Kickers in der Winterpause abgaben. Am Ende halfen aber alle Transaktionen nicht, den erstmaligen Absturz in die Viertklassigkeit abzuwenden.

1995/96

Die einschneidensten personellen Veränderungen gab es wohl in der Winterpause der Saison 1995/96. Die Kickers fristeten mit einer von Wolfgang Uschek trainierten No-Name-Truppe ein tristes Dasein im Mittelfeld der viertklassigen Oberliga Hessen. Der angestrebte sofortige Wiederaufstieg war in weite Ferne gerückt. Da entschloss sich der damalige OFC-Sponsor und Mäzen Horst Jung zum radikalen Schnitt: Er installierte Klaus Gerster- aufgrund seiner Frankfurter Vergangenheit in Offenbach eigentlich eine "persona non grata"- als neuen Technischen Direktor. Als Nächstes wurde Uschek gegen Ronny Borchers ausgetauscht, der sich durch Erfolge als Trainer des SV Bernbach empfohlen hatte. Borchers durfte sich auch gleich über zwei neue Spieler freuen: Abwehrspieler Klaus Rodriguez-König und Stürmer Oliver Roth. Letzterer bildete mit Goran Skeledzic ein Sturmduo, welches in der Oberliga seines gleichen suchte.

Dank des neuen Personals schaffte es der OFC tatsächlich noch einmal in den Aufstiegskampf einzugreifen. Leider wurde das vorentscheidende Heimspiel gegen den späteren Meister Borussia Fulda verloren, so dass es am Ende nur für Platz 3 reichte. Mit der Verpflichtung von Gerster und Roth wurde jedoch der Grundstein für den steilen Aufstieg der folgenden drei Jahre gelegt.

1996/97

In der Folgesaison nahmen sich die Aktivitäten in der Winterpause deutlich bescheidener aus. Mit Zeljko Sanjug (defensives Mittelfeld) wurde lediglich ein Spieler nachverpflichtet. Der langhaarige Kroate trug mit ein paar Toren zwar seinen Teil zur Vizemeisterschaft bei, schaffte bei den Kickers aber nie wirklich den Durchbruch.

1997/98

Als der Comebackversuch des Langzeitverletzten Goran Skeledzic zu Beginn des Jahres 1998 scheiterte, zog der OFC die eigentlich erst für den Sommer geplante Verpflichtung von Thomas Winter vor. Der aus Reutlingen gekommene Offensivallrounder hatte einen Einstand nach Maß, erzielte beim 5:1 gegen den SC Neukirchen zwei Tore und bereitete zwei weitere vor. Der seit langem gesuchte Spielgestalter schien gefunden. Zwar hatte auch Winter seinen Anteil daran, dass die Kickers die Aufstiegsrunde zur 2.BL erreichten, vermochte jedoch nie mehr so zu glänzen wie in seinem ersten Spiel.

Zudem holten die Kickers den ehemaligen Waldhöfer Andreas Clauß als zweiten Torwart hinter René Keffel, da der eigentlich dafür vorgesehene Kim Wunderlich schon seit längerer Zeit verletzt ausfiel. Jedoch verletzte sich Clauß im Testspiel gegen Dortmund ebenfalls schwer und musste ein Jahr pausieren.

1998/99

Nachdem die Kickers bereits im Herbst 1998 Abwehrspieler Dietmar Roth (FSV Frankfurt) nachverpflichteten, gab es in der Winterpause keine weiteren Transfers.

1999/2000

Bereits im Laufe der Hinrunde herrschte beim OFC ein reges Kommen und Gehen. Um den Klassenerhalt in Liga 2 doch noch zu erreichen, holte man in der Winterpause die beiden Stürmer Holger Gaißmayer und Li Bing. Die Verpflichtung von Abwehrspieler Dirk Schuster scheiterte an der fehlenden Freigabe des türkischen Erstligisten Adanaspor. Zudem verzichtete der OFC auf den getesteten Nigerianer Kofi Amoaki.

Eigentlich hätten sich die Kickers auch das Geld für die beiden nachverpflichteten Stürmer sparen können. Li Bing ("der chinesische Klinsmann") konnte sich nicht akklimatisieren und war genauso schnell wieder weg wie er kam. Und Gaißmayer? Der "Stürmer mit der eingebauten Torgarantie" (O-Ton Peter Neururer) wurde zum Megaflop. Erst in den letzten drei Spielen, als der Abstieg eigentlich schon so gut wie feststand, traf der Ex-Kölner dreimal. Das hätte vielleicht auch Dirk Vollmar geschafft, den man in der Winterpause an den SV Wehen ausgeliehen hatte. Auch Aleksandar Jovic musste die Kickers verlassen und mutierte in Jena zum Torjäger.

2000/2001

Nachdem wenige Wochen zuvor bereits Daniel Graf zum KSC und Dubravko Kolinger nach St. Pauli geflüchtet waren, verließ in der Winterpause auch der damalige Kapitän Stefan Simon die Kickers. Er folgte dem Lockruf seines Ex-Trainers Peter Neururer, der mittlerweile den Zweitligisten LR Ahlen trainierte. Aus finanziellen Gründen stimmte der OFC allen drei Transfers zu.

Der zum Chefcoach beförderte Ramon Berndroth durfte seinen Kader mit drei günstigeren Spielern aus unteren Klassen auffüllen und holte Thomas Brendel, Frank Mager sowie Angelo Barletta. Nur Letzterer sollte beim OFC einschlagen. Trotzdem führte Berndroth die Kickers vom 18. auf den 10. Tabellenplatz und verhinderte somit den Durchmarsch in die Oberliga.

2001/02

Keine personellen Veränderungen in der Winterpause.

2002/03

Keine personellen Veränderungen in der Winterpause.

2003/04

Obwohl die Verantwortlichen stets betonten, dass der bisherige Kader genug Potenzial besitze um aufzusteigen, sahen sie sich durch die durchwachsene Vorrunde gezwungen in der Winterpause personell noch einmal nachzulegen. Schließlich will man sich nicht vorwerfen lassen, nicht alles für das Erreichen des großen Ziels getan zu haben. Doch bevor man neue Spieler holen konnte, musste zunächst der auf 26 Spieler aufgeblähte Kader verkleinert werden. Neben Problemkind Patrick Falk wurden mit Alexander Lorenz, Carsten Schönefeld und Christian Knappmann drei Akteure ausgemustert, die den Ansprüchen eines selbsternannten Aufstiegsaspiranten nicht mehr genügten. Als sie vor anderthalb Jahren vom damaligen Trainer Ramon Berndroth geholt wurden, waren die Voraussetzungen in Offenbach noch ganz andere. Doch nach dem ernormen Aufrüsten im vergangenen Sommer war eigentlich klar, dass es für dieses Trio aufgrund der größeren Konkurrenz mehr als schwer werden dürfte.

Die Ausgemusterten

Es war ohnehin reiner Zufall, dass Knappmann bei den Kickers landete. Im Frühjahr 2002 besuchte Ramon Berndroth das Oberligaspiel zwischen den Amateuren des 1.FC Köln und Germania Ratingen, um den Kölner Abwehrspieler Bashir Kaba zu beobachten. Dabei fiel ihm in den Reihen des Gegners ein großer, bulliger Stürmer Marke Carsten Jancker auf. Offensichtlich war Berndroth von der engagierten Vorstellung des kampf- und laufstarken Knappmann so beeindruckt, dass er ihn später verpflichtete. Auch die ersten Eindrücke von "Knappi" im Kickers-Trikot waren durchaus viel versprechend. Gleich in seinem ersten Spiel in Augsburg gelang ihm ein Jokertor. Durch seine Spielweise wurde er in Offenbach auf Anhieb zum Publikumsliebling. Doch schon bald erkannte man auch die Schwächen Knappmanns, die vor allem im technischen Bereich liegen. Auch sein Torriecher ist wohl nicht so ausgeprägt wie zunächst angenommen. So erzielte Knappmann in 40 Regionalliga-Einsätzen nur drei Tore. Es reicht halt nicht, planlos jedem Ball hinterher zu rennen wie ein Stier dem roten Tuch. Ein Mindestmaß an Spielverständnis und fußballerischem Können sind heute auch in der Dritten Liga unabdingbar. An Knappmanns Einstellung gab es dagegen nie etwas auszusetzen. Auch innerhalb der Mannschaft war der Spaßvogel beliebt. Obwohl die Trennung aus sportlicher Sicht nachvollziehbar ist, wird "Knappi" Mitspielern und Fans irgendwie fehlen.

Dass Schönefeld nicht mehr mit dabei ist, wird dagegen weniger auffallen. Der gebürtige Thüringer ist eher ein ruhiger Vertreter und bei weitem nicht so extrovertiert wie sein Freund Knappmann. Auch sportlich ist es sein Weggang kein Verlust. In der letzten Saison, als die Kickers noch große Probleme auf der linken Seite hatten, konnte "Schöne" die Gunst der Stunde nicht nutzen. Nachdem vergangenen Sommer Thorsten Judt und Christian Hock für seine Position geholt wurden, war er quasi chancenlos. Als linkes Glied der Viererabwehrkette gab ihm Trainer Schmidt noch einmal eine Chance, war mit dieser Aufgabe aber überfordert. Meiner Meinung nach ist Schönefeld, der es einmal auf vier falsche Einwürfe in einem Spiel brachte, einfach nicht regionalligatauglich. Die sportliche Leitung des OFC sieht es offenbar genauso. Empfohlen wurde Schönefeld seinerzeit übrigens von Burghausens Coach Rudi Bommer, der den damaligen Co-Trainer der Kickers, Michael Dämgen (jetzt Bommers Co bei Wacker), auf den Wolfsburger Amateur aufmerksam machte. Ich weis nicht wo und wann Bommer Schönefeld beobachtet hat, aber entweder hatte er dabei Tomaten auf den Augen oder er wollte seinen Kumpel Dämgen in den April schicken.

Im Gegensatz zu Schönefeld und Knappmann hatte Alexander Lorenz bereits beim SV Darmstadt 98 Regionalligaluft geschnuppert, bevor er zum OFC kam. Unter Berndroth war er im linken Mittelfeld zunächst gesetzt. Doch wie schon in Darmstadt warfen ihn Verletzungen zurück, so dass es Lorenz in der vergangenen Saison nur auf 13 Einsätze brachte. Mit Beginn der laufenden Saison verlor er den Status eines U 24-Spielers und war somit auf seiner Position hinter den neuverpflichteten Judt und Hock, sowie dem jüngeren Schönefeld nur noch vierte Wahl. An den ersten beiden Spieltagen kam Lorenz noch zu zwei Kurzeinsätzen. Nach dem Trainerwechsel wurde er keine einzige Minute mehr eingesetzt und durfte nur noch im B-Team Spielpraxis sammeln.

Kurz vor Ende der Wechselfrist konnte zudem noch die Trennung von Patrick Falk vermeldet werden. Den Spielmacher hätte man am liebsten schon im vergangenen Sommer von der Gehaltsliste gestrichen, nachdem er selbst beim gutmütigen Ramon Berndroth in Ungnade gefallen war. Doch trotz einer einwöchigen Bewerbungstour durch England und Spanien konnte Falk keinen neuen Verein finden. Abgesehen vom Pokalspiel gegen seinen Ex-Club von der anderen Mainseite blieb das "ewige Talent" erneut weit hinter den Erwartungen zurück. Folgerichtig kam er in dieser Saison nur zur fünf Regionalligaeinsätzen. Mit seinem zweifelsohne vorhandenen Potenzial müsste Falk eigentlich schon längst in der Bundesliga spielen. Leider hat er bis heute nicht kapiert, dass Talent allein dafür nicht ausreicht, sondern im Leistungssport auch harte Arbeit gefragt ist. Während seiner Offenbacher Zeit wirkte Falk stets leicht übergewichtig und hatte eigentlich nie die konditionellen Voraussetzungen um 90 Minuten durchzuspielen. Seine Sprüche wie "Ich werde mich für den OFC zerreißen" oder "Ich will mich hier durchbeißen" waren leider nur leere Versprechungen. Falk startet nun bei Sachsen Leipzig seinen x-ten Neuanfang, wird aber auch dort scheitern wenn er seine Berufsauffassung nicht grundlegend ändert.

Die Neuen

Nachdem man im Kader Platz geschaffen hatte, konnte der OFC nach Verstärkungen Ausschau halten. Der größte Handlungsbedarf herrschte eindeutig in der Abwehr. Ausgerechnet der Mannschaftsteil, auf den man sich in den letzten beiden Jahren am meisten verlassen konnte, stellte sich im bisherigen Saisonverlauf als Achillesverse heraus. Dies lag vor allem daran, dass die profierfahrenen Neuzugänge Steffen Menze und Stefan Dolzer weit hinter den Erwartungen zurückblieben. Zudem musste mit Bashir Kaba ein weiterer Hoffnungsträger für die Defensive mangels gültiger Aufenthaltserlaubnis Deutschland und somit die Kickers verlassen.

In Markus Happe (31) könnte man nun den fehlenden Mosaikstein für den Aufstieg gefunden haben. Der Abwehrspieler wechselt direkt aus der Bundesliga an den Bieberer Berg. Beim 1.FC Köln hatte man zuletzt allerdings keine Verwendung mehr für den Linksfuß. Happe bringt die Erfahrung von 216 Bundesligaspielen mit, wurde mit Bayer Leverkusen und Schalke 04 je dreimal Vize-Meister und DFB-Pokalsieger.

Mit Marvin Dolion haben die Kickers noch einen weiteren Verteidiger verpflichtet. Der Holländer, der letzte Saison in der zweiten portugiesischen Liga am Ball war, ist hierzulande ein völlig unbeschriebenes Blatt. Allein wegen seiner Größe (192 cm) müsste er für die eher kleinwüchsige OFC-Defensive eine Verstärkung sein. Zudem ist der Linksfuß im Gegensatz zu anderen in der Winterpause getesteten Verteidigern mit 26 Jahren im besten Fußballeralter. Nach Hendrik van Nee, der in der Saison 1966/67 für die Kickers stürmte, ist Dolion übrigens erst der zweite Niederländer im Trikot des OFC.

Die beiden Neuen werden jedoch kaum gemeinsam die Innenverteidigung des OFC bilden. Dort dürfte Angelo Barletta weiterhin gesetzt sein. Es ist daher wahrscheinlicher, dass Dolion die Position des linken Außenverteidigers übernehmen wird, wodurch Christian Hock um seinen Stammplatz fürchten muss.

Im Angriff hat der OFC ebenfalls noch einmal nachgebessert: Nachdem in der Vorbereitung einige Kandidaten getestet wurden fiel die Wahl schließlich auf Ole Budtz. Der 24-jährige Däne gilt als nahezu kompletter Stürmer. Mit 17 Toren schoss er Cercle Brügge in der letzten Saison fast im Alleingang zurück in die erste belgische Liga. Mit 196 cm ist er sogar noch ein paar Zentimeter größer als sein Vorgänger Knappmann. Bleibt zu hoffen, dass Budtz beim OFC genauso gut einschlägt wie sein Landsmann Lars Bastrup anno 1975.

Wesentlich skeptischer bin ich bei der Verpflichtung von Michael Sternkopf. Der Offensivallrounder spielte in jungen Jahren gemeinsam mit Lars Schmidt beim KSC und galt als eines der größten Talente Deutschlands. Sein verfrühter Wechsel zum FC Bayern kann im Nachhinein als Fehler bezeichnet werden. In München wurde "Sterni" zwar Meister, schaffte aber nie den großen Durchbruch. Dieser sollte ihm auch bei seinen anderen Bundesligastationen Mönchengladbach und Freiburg nicht gelingen. Schließlich landete Sternkopf bei Arminia Bielefeld, wo er aber wegen einer Hüftoperation seit November 2001 nicht mehr zum Einsatz kam. Ob der mittlerweile 33-jährige dem OFC weiterhelfen kann ist daher stark zu bezweifeln. Der gesuchte Spielmacher ist Sternkopf gewiss nicht, eher ein Mann für die rechte Außenbahn. Dort waren die Kickers mit Mahr, Müller und Licht auch bisher schon gut besetzt.

Auch der Trainerstab erfuhr in der Winterpause eine Veränderung. René Keffel sah sich als Co-Trainer überfordert und wird sich fortan ausschließlich um die Torhüter kümmern. Als neuen Assistenten für Lars Schmidt verpflichteten die Kickers Manfred Binz. Der frühere OFC-Kapitän stand eigentlich schon beim Oberligisten FSV Frankfurt im Wort, sah für sich aber in Offenbach die bessere Perspektive. Sollte der Ex-Nationalspieler der Mannschaft die professionelle Einstellung vermitteln können, die ihn als Spieler stets auszeichnete, ist er eine große Bereicherung. Mit Schmidt, Binz und Keffel verfügt der OFC nun über ein Trainerdreigestirn, das auf einer Wellenlänge liegt. Vor knapp vier Jahren standen diese drei übrigens noch gemeinsam auf dem Spielfeld.

Fazit & Ausblick

Die Fluktuation im Kickers-Kader war in dieser Winterpause so groß wie lange nicht mehr. Stellt man die Zu- und Abgänge gegenüber scheint der OFC im Vergleich zur Vorrunde eindeutig stärker geworden zu sein. Angesichts von nur drei Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz will man noch einmal angreifen. Allerdings hat man es nur der Schwäche der Konkurrenz zu verdanken, dass man trotz einer bislang eher mittelmäßigen Saison noch nach oben schielen kann.

Vieles wird wieder einmal von einem guten Start abhängen. Der OFC darf den Kontakt zur Spitze jetzt nicht mehr abreißen lassen. Ein Sieg bei den Mainzer Amateuren ist zum Auftakt eigentlich Pflicht. Danach kommt den 6-Punkte-Spielen gegen die direkten Konkurrenten aus Wehen und Erfurt gesteigerte Bedeutung zu. Geht der Start in die Hose findet man sich schnell im grauen Mittelmaß wieder.

Um ernsthaft um den Aufstieg mitspielen zu können, müssen die Kickers vor allem ihre Heimbilanz verbessern und weniger Gegentore nach Standardsituationen kassieren. Die konditionellen Defizite der Mannschaft können jetzt jedenfalls nicht mehr als Ausrede gelten. Trainer Lars Schmidt hatte nun erstmals die Möglichkeit eine Vorbereitung nach seinen Vorstellungen durchzuziehen. Es wird sich zeigen ob seine Spieler nun fit genug sind um länger als 30-45 Minuten den Fußball zu spielen, den Trainer und Fans sich vorstellen.

In diesem Sinne

Euer Muench76