Die OFC-Gegner 2019/20


VfR Aalen

Gegründet: 8. März 1921

Bundesligazugehörigkeit: 3 Jahre 2. Bundesliga (2012-15)

Letzte gemeinsame Saison: 2011/12 in der 3. Liga (2:1, 1:2)

Stadion: Scholz-Arena (11.165)

Trainer: Roland Seitz

Kader: Bernhardt, Layer (Tor), Appiah, Gerlspeck, Knipfer, Neziri, Sagert, Windmüller (Abwehr), Baran, Bux, Dobros, Gencal, Grupp, Gunst, K. Hoffmann, G. Sakai, Senger, Tyminski (Mittelfeld), D. Ramaj, T. Schmitt, Vastic (Sturm)

Kommentar: Vor vier Jahren spielte der VfR Aalen noch in der 2. Bundesliga, jetzt ist man nur noch viertklassig. Auch der frühere Offenbacher Meistertrainer Rico Schmitt konnte die Schwaben nicht mehr vor dem Abstieg aus der 3. Liga bewahren. Sein Nachfolger Roland Seitz kennt die Regionalliga Südwest nach seiner Zeit als Trainer und Sportdirekor in Elversberg sehr gut. Er hat die schwierige Aufgabe übernommen, eine nahezu komplett neue Mannschaft aufzubauen. Nach dem Abstieg haben den VfR ganze 27 Spieler verlassen. Aus dem Kader des Vorjahres sind nur die beiden Torhüter übriggeblieben. In Aalen rechnet keiner mit dem direkten Wiederaufstieg. Vielmehr geht es für den Verein, der 2017 Insolvenz anmelden musste, um Konsolidierung. Am Ende dürfte ein Platz im gesicherten Mittelfeld herausspringen.

 


FC Bayern Alzenau

Gegründet: 27. März 1920

Letzte gemeinsame Saison: keine

Letztes Pflichtspiel: Hessenpokal-Achtelfinale 2018/19 (Alzenau- OFC 2:3)

Stadion: Main-Echo Arena (3.500)

Trainer: Angelo Barletta

Kader: Endres, Gärtner, Helal (Tor), Auer, Calabrese, Jourdan, R. Kaiser, Milosevic, Okyere, Sawaneh, Sejdovic (Abwehr), Alessandro, Bergmann, Cetin, Firat, Hodja, Kalata, Kikutani, Köhler, Ljubicic, Schick, Sentürk, Wilke (Mittelfeld), Bouthakrit, Mehnatgir, Niesigk (Sturm)

Kommentar: Nachdem Alzenau im Vorjahr noch in der Aufstiegsrunde der Oberliga-Zweiten gescheitert war, konnte sich das Team von Angelo Barletta nunmehr im zweiten Anlauf durchsetzen. Damit kehren die Unterfranken nach sechs Jahren Abstinenz wieder in die Regionalliga zurück. Mit den drei ehemaligen Offenbachern Daniel Endres, Dren Hodja und Serkan Firat sowie Robert Schick vom FSV Frankfurt hat sich der FCB mit erfahrenen Regionalligaspielern verstärkt, die die Qualität deutlich anheben dürften. Im Angriff hat man allerdings die beiden Toptorjäger Bari und Selishta ziehen lassen müssen und bislang nicht gleichwertig ersetzt. Alzenau gilt für viele als Absteiger Nummer 1. Dank der überraschend namhaften Neuzugänge erscheint der Klassenerhalt jedoch keinesfalls unrealistisch zu sein.

 


Bahlinger SC

Gegründet: 16. Juni 1929

Letzte gemeinsame Saison: 2015/16 in der Regionalliga Südwest (4:0, 1:4)

Stadion: Kaiserstuhlstadion (4.000)

Trainer: Axel Siefert

Kader: Bergmann, Gut, D. Müller (Tor), Adam, M. Bauer, Faller, Gbadamassi, Köbele, Lokaj, F. Schmid, Siegert (Abwehr), Alihoxha, Bischoff, Häringer, T. Klein, Nopper, Pepic, Respondek, Sautner (Mittelfeld), Bektasi, Buchheister, Falahen, S. Fischer, Siegin, Wehrle (Sturm)

Kommentar: Nach der Vorrunde der letzten Saison stand der Bahlinger SC noch auf Platz 10 der Oberliga Baden-Württemberg. In der Rückrunde blieb man ungeschlagen und verdrängte die favorisierten Stuttgarter Kickers noch von Platz 1. Damit stieg der BSC nach 2015 zum zweiten Mal in der Regionalliga auf. Gibt man hier erneut nur ein einjähriges Gastspiel oder gelingt diesmal der Klassenerhalt? Dank der Nähe zu Freiburg bekommt man immer wieder gut ausgebildete Spieler, die beim SCF den Sprung nicht geschafft haben. Zudem verfügen mit Pepic, Sautner, Bektasi und Falahen bereits einige Spieler über langjährige Regionalliga-Erfahrung. Trotz aller Euphorie wird es für Bahlingen von Anfang an nur gegen den Abstieg gehen.


TSG Balingen

 

Gegründet: 1848, Fußballabteilung seit 1907

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (1:1, 2:2)

Stadion: Bizerba-Arena (8.000)

Trainer: Ralf Volkwein          

Kader: Binanzer, Hauser, Pfau (Tor), S. Eisele, Fecker, Fritschi, Gil, Glaser, Konz, Kurth, A. Müller, Schmitz, J. Vogler (Abwehr), Akkaya, Cabraja, Epstein, Foelsch, Gaiser, Guarino, Huss, Pettenkofer, Schuon, Seemann (Mittelfeld), Dierberger, Lauble, Scherer (Sturm)

Kommentar: Vor einem Jahr war der Neuling als Abstiegskandidat Nummer 1 in die Saison gegangen, avancierte als Elfter jedoch zu einer der positiven Überraschungen und hatte zu keiner Zeit etwas mit dem Abstiegskampf zu tun. Dies dürfte im schwierigen zweiten Jahr anders werden, zumal man mit Pflumm, Schreyeck und dem ehemaligen Offenbacher Stefan Vogler drei erfahrene Korsettstangen verloren hat. Dafür hat sich mit Denis Epstein ein anderer früherer OFC-Spieler der TSG angeschlossen. Der erneute Klassenerhalt wird nur gelingen können, wenn Balingen seine Heimstärke beibehalten kann. 33 von 41 Punkte holte man auf eigenem Platz.


SV 07 Elversberg

 

Gegründet: 1. Januar 1907

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (1:1, 1:0)

Stadion: Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde (10.000)

Trainer: Horst Steffen

Kader: Gründemann, F. Lehmann (Tor), Baumgärtel, Blaß, Eglseder, Kohler, Oschkenat, Rehfeldt, Stang, Steinmetz, N. Winter (Abwehr), Dragon, Dürholtz, Feil, G. Krebs, Lahn, Mohr, Mustafic, Politakis, Suero, Tekerci (Mittelfeld), Gösweiner, Merk, D. Williams (Sturm)

Kommentar: Ein katastrophaler Fehlstart kostete Trainer Roland Seitz im Oktober 2018 den Job. Unter seinem Nachfolger Horst Steffen avancierten die Saarländer zur zweitbesten Mannschaft der Rückrunde und landeten am Saisonende noch auf Platz 4. Allerdings war Elversberg zu keinem Zeitpunkt ein Faktor im Aufstiegskampf. Dies soll in der kommenden Saison wieder anders werden. Mit Kevin Koffi, der in der abgelaufenen Saison mit 19 Treffern Torschützenkönig der Regionalliga Südwest geworden ist, hat die SVE zwar ihren besten Stürmer verloren. Thomas Gösweiner und Del Angelo Williams ist jedoch zuzutrauen, diese Lücke zu schließen. Elversberg hat gut eingekauft und dabei auch darauf geachtet, die Mannschaft zu verjüngen. Wenn es gelingt, die starke Form der vergangenen Rückrunde mit in die neue Saison zu nehmen, zählt die SVE zum Kreis der Aufstiegskandidaten.


FSV Frankfurt

Gegründet: 20. August 1899

Bundesligazugehörigkeit: 16 Jahre 2. Bundesliga (1975-81, 1982/83, 1994/95, 2008-16)

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (7:0, 0:2)

Stadion: PSD-Bank-Arena (12.542)

Trainer: Thomas Brendel

Kader: Aulbach, Mujezinovic (Tor), Altindag, Djengoue, Kunert, Nothnagel, Sabah, Schulze Solano, Wilton (Abwehr), A. Azaouagh, Bazzoli, Born, Burdenski, Cho, Häuser, Mangafic, Sejdovic, Straub, R. Williams (Mittelfeld), Alawie, Güclü, Plut, Weinhardt (Sturm)

Kommentar: Als es für den FSV gegen Ende der letzten Saison doch noch einmal eng zu werden schien, wurde der ehemalige Offenbacher Alexander Conrad auf der Trainerbank durch einen anderen früheren Kickers-Mann ersetzt: Thomas Brendel, der bei den Bornheimer eigentlich als sportlicher Leiter tätig ist, fungierte zunächst als Interimstrainer. Nach dem geglückten Klassenerhalt wurde er von den Verantwortlichen zum Weitermachen überredet. Im dritten Regionalligajahr möchte der FSV endgültig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen. Ein Platz im Mittelfeld ist den Frankfurtern durchaus zuzutrauen. Eine weitere Zittersaison ist jedoch nicht ganz auszuschließen.


SC Freiburg II

Gegründet: 30. Mai 1904

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (2:0, 1:2)

Stadion: Möslestadion (5.400)

Trainer: Christian Preußer

Kader: Hunn, Kovac, B. Schmidt, Zbinden (Tor), Barbosa, Bohro, Busam, Faber, Fellhauer, K. Herrmann, Hug, Kammerknecht, Risch, Sachanenko, Treu (Abwehr), Boukhalfa, S. Braun, Bruno, L. Herrmann, Keitel, Leopold, Probst, Tempelmann, Torres (Mittelfeld), Nieland, Pieringer, F. Roth, Schade, A. Schmid (Sturm)

Kommentar: Nach dem Wiederaufstieg in die Regionalliga 2017 belegte die Freiburger Reserve zuletzt die Plätze 4 und 7. Unabhängig von der Ligazugehörigkeit liegt beim Sportclub das Hauptaugenmerk weiterhin auf der Ausbildung und Heranführung der Talente an die 1. Mannschaft. Während andere Vereine ihre 2. Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet haben, fungiert diese bei den Breisgauern als Bindeglied zwischen dem Jugendleistungszentrum und den Profis. In den letzten Jahren schafften darüber u.a. Schwolow, Philipp und die Schlotterbeck-Brüder den Sprung in die Bundesliga. In diesem Sommer ist auch Torjäger Daferner zu den Profis aufgerückt. Die junge, talentierte Truppe dürfte erneut das Potenzial haben, um im vorderen Mittelfeld zu landen.


FC Gießen

Gegründet: 1. Juli 2018 (Fusion des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg mit den Fußball-Herrenmannschaften des VfB Gießen)

Letzte gemeinsame Saison: keine

Stadion: Waldstadion (5.000)

Trainer: Daniyel Cimen

Kader: Ellenfeld, Jomaa Zabadne, Löhe (Tor), Antonaci, Colak, Heil, Koutny, O. Laux, Lekaj, Markovic, Nennhuber, Schadeberg, Spang (Abwehr), Cecen, J. Hofmann, C. Kara, Kittel, M. Koch, Korzuschek, Mukasa, Rinderknecht, Teller (Mittelfeld), Bangert, Ferfelis, N. Michel, A. Öztürk (Sturm)

Kommentar: In der Saison 2016/17 gab der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg ein einjähriges Gastspiel in der Regionalliga Südwest. Im Sommer 2018 schloss sich der Verein aus dem Gießener Stadtteil Pohlheim mit den Fußball-Herrenmannschaften des traditionsreichen VfB Gießen zusammen. Der vom ehemaligen Offenbacher Daniyel Cimen trainierte Fusionsclub trägt seine Heimspiele seitdem im Waldstadion aus und gewann unter dem neuen Namen FC Gießen auf Anhieb souverän die Meisterschaft in der Hessenliga. Allerdings hat man mit Michael Fink einen absoluten Führungsspieler, sowie mit Markus Müller und Damjan Marceta seine beiden Torgaranten verloren. Fraglich, ob der frühere Wehener Aykut Öztürk, dessen beste Jahre schon lange zurückliegen, die Last des Toreschießens alleine tragen kann. Auch wenn man in Gießen mittelfristig höhere Ziele anstrebt, dürfte es in dieser Saison zunächst nur um den Klassenerhalt gehen.


TSG Hoffenheim II

Gegründet: 1. Juli 1899

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (5:2, 5:0)

Stadion: Dietmar-Hopp-Stadion (6.350)

Trainer: Marco Wildersinn

Kader: Dogan, Drljaca, L. Philipp (Tor), Beyreuther, Chana, Görlich, Hüttl, Lässig, Lengle, Nitzl, Strompf, Young, Zeller (Abwehr), Elmkies, Fennell, Heiland, A. Ludwig, Monteiro-Mendes, Szarka, Tubluk (Mittelfeld), Alberico, Ekene, Ferdinand, Hanner-Lopez, Kovacevic, Linsbichler, Signorelli (Sturm)

Kommentar: Bei der 2. Mannschaft der TSG Hoffenheim hat es in diesem Sommer eine große Fluktuation gegeben. Trainer Wildersinn muss gleich 17 Neuzugänge integrieren. Neun davon kommen aus der eigenen U19, mit Fennell aber auch ein drittligaerfahrener Routinier. Er soll in der Defensive für Stabilität sorgen. In der letzten Saison kassierten die traditionell offensiv ausgerichteten Kraichgauer mit 62 Gegentoren die drittmeisten der Liga. Ein Wert, der nur von den Absteigern Stadtallendorf und Dreieich übertroffen wurde. Trotzdem reichte es für die TSG dank der starken Offensive für Rang 10. Diesmal möchte man in der oberen Tabellenhälfte landen, wenn möglich sogar im oberen Drittel. Ein Platz zwischen 6 und 9 dürfte durchaus realistisch sein. Oberste Priorität hat in Hoffenheim allerdings nach wie vor die Weiterentwicklung der Talente.


FC 08 Homburg

Gegründet: 1. August 1908

Titel: Deutscher Amateurmeister 1983

Bundesligazugehörigkeit: 3 Jahre Bundesliga (1986-88, 1989/90), 15 Jahre 2. Bundesliga (1974-81, 1984-86, 1988/89, 1990-95)

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (0:0, 1:2)

Stadion: Waldstadion (16.488)

Trainer: Jürgen Luginger

Kader: Knichel, Köbbing, Redl, Salfeld (Tor), Bosle, Eichmann, Maek, S. Maier, Neubauer, L. Plattenhardt, Springfeld, Stegerer (Abwehr), Darwiche, di Gregorio, Göcer, Lienhard, M. Müller, J. Sommer, Steinherr, Telch, Theisen, L. Weiss (Mittelfeld), Carl, Dulleck, Marceta (Sturm)

Kommentar: Nach dem überraschenden Abstieg aus der Regionalliga Südwest 2017 hat der FC Homburg diesen Betriebsunfall prompt korrigiert und spielte in der vergangenen Saison als Aufsteiger auf Anhieb eine starke Rolle. Als Tabellendritter landete man nur drei Punkte hinter dem Erzrivalen 1.FC Saarbrücken und macht sich daher Hoffnungen, in dieser Saison um die Meisterschaft mitspielen zu können. Die Rückkehr in die 3. Liga ist zumindest mittelfristig das erklärte Ziel des ehemaligen Bundesligisten. Bemerkenswert ist die große Zahl der früheren Offenbacher im Kader des FCH, woran sicherlich auch Co-Trainer Joti Stamatopoulus, der vor einem Jahr vom OFC nach Homburg gewechselt ist, seinen Anteil hat. Man kann gespannt sein, ob Spieler wie Darwiche oder Göcer, die bei den Kickers zuletzt weit unter ihren Möglichkeiten geblieben waren, in Homburg wieder zu alter Form finden. Stefano Maier (Viktoria Köln) und Jannik Sommer (Waldhof Mannheim), die mit ihren alten Clubs in die 3. Liga aufgestiegen sind, danach jedoch aussortiert wurden, wollen ebenfalls einen neuen Anlauf nehmen. Die Saarländer dürften in jedem Fall stark genug sein, um wieder im oberen Drittel zu landen. Platz 1 traue ich ihnen aber nicht zu.


TuS Rot-Weiß Koblenz

Gegründet: 14. Juni 1947 (Fusion aus Koblenzer TSC, TG Koblenz und VfL 06/07 Koblenz)

Letzte gemeinsame Saison: keine

Stadion: Stadion Oberwerth (9.500)

Trainer: Fatih Cift

Kader: Altmeier, Bibleka, Vinczek (Tor), Ahlbach, Fritsch, Kraemer, Landu, Masala, Meinert (Abwehr), Baloki, Baltic, Hannappel, Hillen, J. Klein, Miles, Muharemi, Weidenbach (Mittelfeld), Arndt, Engel, S. König, Stojanovic (Sturm)

Kommentar: Nach einem Jahr Unterbrechung gibt es im Koblenzer Stadion Oberwerth wieder Regionalligafußball zu sehen. Allerdings nicht bei der TuS Koblenz, sondern bei Rot-Weiß. Die Rot-Weißen sind eigentlich ein klassischer Breitensportverein, in dem die Fußballabteilung vor drei Jahren noch in der 6. Liga spielte. Nun hat man den Stadtrivalen, den einstigen Zweitligisten, überholt. In der Regionalliga geht Rot-Weiß als krasser Außenseiter an den Start. Nur wenige Spieler haben bereits Regionalligaerfahrung. Zudem trainiert man nicht unter Profibedingungen. Der Aufstieg gilt schon als Wunder. Der Klassenerhalt wäre für den Neuling ein noch größeres Wunder.


1. FSV Mainz 05 II

Gegründet: 16. März 1905

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (0:1, 3:1)

Stadion: Bruchwegstadion (7.378)

Trainer: Bartosch Gaul

Kader: J. Bauer, Hanin, Liesegang, Manthe (Tor), Akoto, C. Anton, Fedl, Kölle, Modica, Scheithauer, Stich, Sverko (Abwehr), Bohnert, Demirbas, Kersthold, Lihsek, Peitz, Rekdal, O. Wähling (Mittelfeld), Brandstetter, Hermes, Parker (Sturm)

Kommentar: In der vergangenen Saison sah es lange danach aus, als ob die 2. Mannschaft Mainzer in die Oberliga absteigen würde. Als Fünftletzter profitierten die 05er letztlich davon, dass Drittligist Großaspach am letzten Spieltag noch der Klassenerhalt gelang und somit neben Aalen kein weiterer Südwestvertreter in die Regionalliga Südwest absteigen musste. Die Abgänge der beiden erfahrenen Eckpfeiler Tyrala und Lappe, der zudem der Toptorjäger der Mainzer gewesen ist, hofft man mit den beiden aus Wiesbaden gekommenen Modica und Brandstetter kompensiert zu haben. Auch wenn der Fokus in erster Linie auf der Weiterentwicklung der jungen Spieler liegt, möchte man in Mainz die Regionalliga sicher halten. Dies könnte allerdings ähnlich schwer werden wie in der Vorsaison.


FK Pirmasens

Gegründet: 10. Juni 1903

Bundesligazugehörigkeit: 4 Jahre 2. Bundesliga (1974-78)

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (0:1, 1:1)

Stadion: Sportpark Husterhöhe (10.000)

Trainer: Patrick Fischer

Kader: Gize, Reitz, J. Schulz (Tor), Grieß, Grünnagel, S. Hammann, Schuck, Steil, M. Zimmer (Abwehr), D. Becker, Brenner, F. Bürger, Cissé, Kiefer, Neufang, Sellentin (Mittelfeld), Batke, D. Diallo, Eichhorn, Krob, Neofytos (Sturm)

Kommentar: Als bester Aufsteiger belegte Pirmasens in der letzten Saison den 9. Platz. Trotzdem geht es für den FKP im zweiten Jahr lediglich darum, den Abstieg zu vermeiden. Zum einen, weil man im Sommer einige Leistungsträger verloren hat, zum anderen wegen der begrenzten finanziellen Mittel. Nach sieben Jahren hat Peter Tretter das Traineramt nunmehr an den bisherigen U23-Trainer Patrick Fischer abgegeben. Soll der Klassenerhalt auch diesmal gelingen, so muss man erneut die klassischen Pirmasenser Stärken Kampfgeist, Physis und Geschlossenheit in die Waagschale werfen. Mit Konstantinos Neofytos soll auch ein ehemaliger Kickers-Stürmer dazu beitragen, das Ziel zu erreichen.


1.FC Saarbrücken

Gegründet: 18. April 1903

Bundesligazugehörigkeit: 5 Jahre Bundesliga (1963/64, 1976-78, 1985/86, 1992/93), 19 Jahre 2. Bundesliga (1974-76, 1978-81, 1983-85, 1986-92, 1993-95, 2000-02, 2004-06)

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (1:1, 1:1)

Stadion: Hermann-Neuberger Stadion in Völklingen (8.394)

Trainer: Dirk Lottner

Kader: Batz, Castelucci, Herbrand (Tor), Barylla, Breitenbach, Miotke, M. Müller, Schorsch, Uaferro, Zellner (Abwehr), Bulic, Fejzullahu, Froese, Golley, Jänicke, Perdedaj, Quirin, Vunguidica, Zeitz (Mittelfeld), F. Eisele, Jacob, Jurcher, Mendler (Sturm)

Kommentar: Zweimal scheiterte der 1.FC Saarbrücken in der Relegation am Aufstieg in die 3. Liga: 2015 an den Würzburger Kickers, 2018 am TSV 1860 München. Als in der vergangenen Saison erstmals der Meister direkt aufsteigen durfte verpasste man Platz 1 jedoch deutlich. Am Ende lag das Team von Dirk Lottner ganze 21 Punkte hinter Meister Mannheim. Nachdem die alles überragende Mannschaft die Liga endlich nach oben verlassen hat, könnte der Weg für den FCS nun frei sein. Die Saarländer gelten wieder einmal als Topfavorit und verfügen sicherlich über den besten Kader der Liga. Vor allem in der Abwehr, die in der letzten Saison häufig als Achillesverse galt, hat man sich verstärkt. Barylla, Uaferro und Schorsch kommen direkt aus der 3. Liga. In der Offensive soll Golley künftig den Unterschied ausmachen. Auch wenn es sicherlich ein kleiner Nachteil ist, dass Saarbrücken seine Heimspiele weiterhin in Völklingen austragen muss, wird die Meisterschaft nur über den FCS entschieden.


TSV Steinbach Haiger

Gegründet: 1. März 1921

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (0:0, 1:1)

Stadion: SIBRE-Sportzentrum Haarwasen (4.700)

Trainer: Adrian Alipour

Kader: Birol, Koczor, Paterok (Tor), Bradara, Damaschek, N. Herzig, B. Kirchhoff, Olizzo, Schüler, Strujic, Wenninger (Abwehr), J. Bender, Bisanovic, Eismann, M. Hoffmann, Kamm Al-Azzawe, Marquet, Sevim, Trkulja, Wegner (Mittelfeld), Göttel, Ilhan, C. Kramer, Mause (Sturm)

Kommentar: In der Winterpause hatte man sich in Haiger noch Hoffnungen gemacht, Tabellenführer Mannheim einholen zu können. Doch nach dem fast schon traditionellen Einbruch in der Rückrunde stürzte man vom 2. Platz auf Rang 8 ab. In der Rückrundentabelle belegte der TSV nur Platz 13, was schließlich Trainer Matthias Mink den Job kostete. Genauso hat es in Osthessen Tradition, dass man in der Sommerpause einige namhafte Neuzugänge an Land zieht. Raphael Koczor und Sören Eismann kamen vom Drittligisten  Carl Zeiss Jena, Benjamin Kirchhoff vom OFC. Keine Frage, die Steinbacher haben einen starken Kader, der im oberen Tabellendrittel mitmischen kann. Für die Meisterschaft dürfte es angesichts der noch stärkeren Konkurrenz allerdings nicht reichen.


SSV Ulm 1846 Fußball

Gegründet: 9. März 2009 (Abspaltung vom SSV Ulm 1846)

Bundesligazugehörigkeit: 1 Jahr Bundesliga (1999/2000), 8 Jahre 2. Bundesliga (1979-81, 1983-85, 1986-88, 1998/99, 2000/01)

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Süd (3:0, 1:2)

Stadion: Donaustadion (19.500)

Trainer: Holger Bachthaler

Kader: Hundertmark, Ortag, Weisheit (Tor), Geyer, Heilig, L. Hoffmann, F. Krebs, Reichert, Schindele (Abwehr), Abruscia, Coban, Gashi, Gutjahr, Jann, Lämmel, Rinaldi, Sapina, Schmidts, L. Stoll, Viventi (Mittelfeld), Braig, Higl, Hyseni, Kienle, Lux, Morina (Sturm)

Kommentar: Nach einem guten 6. Platz in der Vorsaison möchte sich der SSV Ulm in der anstehenden Spielzeit weiter verbessern. Mit drittligaerfahrenen Akteuren wie Abruscia, Geyer und Hyseni haben sich die Schwaben gut verstärkt. Auf der anderen Seite hat man mit Campagna und Rathgeber auch zwei wichtige Eckpfeiler verloren. Mittelfristig peilt der Ex-Bundesligist den Aufstieg in die 3. Liga an. Ob dieser schon in dieser Saison gelingt, erscheint fraglich. Der SSV hat sicher das Potenzial, um in der Spitzengruppe mitzuspielen. Um ganz vorne zu landen, muss man allerdings seine Auswärtsschwäche ablegen. In der letzten Saison waren die Ulmer die drittbeste Heimmannschaft, belegten in der Auswärtstabelle allerdings nur Rang 11. Ich sehe Ulm am Saisonende auf Platz 4 bis 6.


FC-Astoria Walldorf

Gegründet: 1908 als SG Walldorf-Astoria, 1953 Abspaltung der Fußballabteilung zum 1.FC 08 Walldorf, 1995 Fusion zum FC-Astoria Walldorf

Letzte gemeinsame Saison: 2018/19 in der Regionalliga Südwest (2:1, 1:1)

Stadion: Dietmar-Hopp-Sportpark (5.000)

Trainer: Matthias Born

Kader: Kristof, Lawall, Seitz (Tor), C. Becker, Goß, Jansen, Kölmel, M. Müller, Nyenty, Schaffer (Abwehr), Fahrenholz, Gouras, Hillenbrand, N. Horn, Kranitz, Lieberknecht, M. Nag, S. Sahin, Schön, Stellwagen (Mittelfeld), Burgio, Cancar, N. Groß, Marton (Sturm)

Kommentar: Seit nunmehr fünf Jahren hält sich Astoria Walldorf in der Regionalliga Südwest. Nachdem der FCA in der letzten Saison lange im Abstiegskampf steckte, dürfte es auch in der kommenden Spielzeit nur um den Klassenerhalt gehen. Erst recht, weil man mit Erik Wekesser seinen Toptorjäger verloren hat. Ob Giuseppe Burgio ihn ersetzen kann, erscheint mehr als fraglich. Auch die Abgänge des langjährigen Stammkeepers Jürgen Rennar und des Kapitäns Tim Grupp schmerzen. Überhaupt hat es in Walldorf in diesem Sommer einen größeren Umbruch gegeben, wobei der Kader verjüngt wurde. Nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit kann es dem FCA gelingen, sich ein weiteres Jahr in der Regionalliga zu halten.